Kinderspielaktion der Thüringer Trachtenjugend

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  • Verspielt durchs Werratal




    Kinderspielaktion der Thüringer Trachtenjugend fortgesetzt



    Gut gekleidete Menschen bewegen sich an einem sonnigen Aprilsonntag durch den Englischen Garten zu einerVorstellung ins Meininger Theater. „Ihr seid aber schick angezogen, wo wollt ihr denn hin?“, so fragte eine ältere Dame. Wohin? „Zum Fotoshooting!“ konnte man von Benno aus Brotterode hören. „Für den neuen Trachtenkalender.“







    Unter südlicher Sonne

    Der Englische Garten war eines der ersten Motive für das neue Kinderspielprojekt. Wegen des großen Interesses für das Thema wurde es weitergeführt. Manche hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits den ersten Sonnenbrand geholt, denn der Fotoaktion war ein ausgiebiges Kaffee- und Teetrinken im Garten des HostelsWerratal vorausgegangen. Die Tische und Stühle des Speisessaales hatten kurzerhand den Weg in die Frühlingssonne gefunden. Solch tolles Wetter hatten wir zu unseren Ferienaktionen schon lange nicht mehr gehabt.Ansonsten? Man fiel auf in Meiningen. So mancher fragte, wo die Trachten herkommen und was wir hier tun. Kinder und Erwachsene schauten zu, wie in den verwinkelten Gassen und vorm Schloss Elisabethenburg „Räuber und Gendarm“ und „Alle Vögel fliegen hoch“ gespielt wurden. An einem Nachmittag stieß Anneliese Rühle mit ihren Behrunger Trachtennachwuchs zu uns und diese stiegen für ein Kalenderbild auf selbstgebaute Stelzen.





    Am Drehort der Märchenfilme

    „Irgendwie kommt mir hier alles bekannt vor!“, so stellte Fiona aus Kaltenlengsfeld fest, als wir im Hennebergischen Freilichtmuseum KlosterVessra ankamen. „Ich weiß, auch woher.“ Lili aus Mosbach erinnerte sich an einige Weihnachtsfilme der ARD, die zum Teil hier gedreht wurden. Wir hatten zwar keine Filme zu drehen, aber wir mussten uns um verschiedene Fotos für den Trachtenkalender kümmern. Die hennebergischen Fachwerkhäuser bildeten dazu eine tolle Kulisse. Die Mädels fanden besonders an den Ziegen Gefallen, die einige Streicheleinheiten erhielten. In der freien Zeit stiegen die Kinder in den alten Häusern herum, in der Wassermühle, der Schmiede und dem Brauhaus. Interessant natürlich auch die Totenhofskapelleaus Breitungen, an der Grabsteine von Kindergräbern ausgestellt waren. Teilweise waren die Verstorbenen jünger als die Ferienkinder. Im Innern sorgte eine Totenkrone für Gänsehaut. Diese bekamen Unverheiratete auf den Sarg gelegt, später wurden die Kronen in der Kirche auf einem Brett oder in einem Gehäuse aufbewahrt.





    Wehrhaftes unterm Hutturm

    Das Werratal ist voll von wehrhaften Kirchen, eine davon befindet sich in Vachdorf. Dort trafen wir junge Trachtenträger ausVachdorf und Roswitha Reps von der Folkloretantgruppe, die auch ein Kalenderblatt des neuen Trachtenkalenders füllen werden. Sie beschäftigen sich besonders mit der örtlichen Kirmes, die hier im Oktober stattfindet. Für einige der übrigen Ferienlagerkinder indes hatte das Kirchenburgareal von Vachdorf großen Wiedererkennungswert in Sachen Architektur. Vor zwei Jahren hatten wir uns während der Osterferien mit Kirchenburganlagen in der Rhön beschäftigt. Am Torturm von Vachdorf befindet sich ebenso wie in Kaltenwestheim eine querliegende Schießscharte. David hat´s festhgestellt. Besonderes Vachdorfer Wahrzeichen ist jedoch der rundeHutturm, der erst vor einigen Jahren wieder rekonstruiert wurde.




    Pläne schmieden, Tänze wagen

    Im Rahmen der Osterferienaktion findet jedes Jahr die Versammlung der Thüringer Trachtenjugend statt. Themen waren unter anderem die Arbeit im Landesjugendring und der Deutschen Trachtenjugend, die Herbstferienaktion in Erfurt und die Osterferienaktion 2018 im Altenburger Land. Ein großes Gesprächsthema bildete das Thüringer Kinder- und Jugendtrachtenfest, das im August diesen Jahres in Brotterode stattfindet. Der Beitrage zur „Thüriade“ war ein weiterer Punkt. Es wurde besprochen, dass die Thüringer Trachtenjugend zwei Tänze aufführen und gemeinsam einüben wird. Dazu wurde auch bereits an einem Abend während der Osterferienaktion geprobt. In den nächsten Jahren soll verstärkt daran gearbeitet werden, wieder einmal mit gemeinsamen Tänzen bei größeren Auftritten präsent zu sein.


    Text: Dirk Koch,Fotos: Norbert Sander

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