10. Dudelsackweihnacht der Wechmarer Mühlenpfeiffer am 22. Dezember 2019

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  • 10. Dudelsackweihnacht der Wechmarer Mühlenpfeiffer am 22. Dezember 2019

    Wahnsinn, wie schnell für uns Mühlenpfeiffer die Zeit verflogen ist, von einer Dudelsackweihnacht zur nächsten. Schon stand die nächste Matineé am Vormittag und das Konzert mit anschließendem Kaffeeschmaus für den Nachmittag an.
    Gerade erst hatten wir doch die Zuhörer mit unseren Liedern zur Adventszeit erfreut, und schon fanden wir uns in den Proben für das diesjährige, das zehnte, Weihnachtskonzert wieder. Dieses sollte natürlich besonders werden.
    Gemeinsam überlegten wir, welches Programm wir zusammenstellen wollten. Jeder brachte seine Wünsche und Meinungen ein.

    Romeo, der Leiter unserer Gruppe, schaffte es wieder einmal, unsere Fantasie anzuregen und so überschütteten wir ihn mit Liedern und Musikstücken.
    Dies alles dann in eine vernünftige Liste zu bringen, hat Romeo sicher einige Nerven gekostet. Um möglichst allen gerecht zu werden, stimmten wir gemeinsam ab.
    Friedhelm Capelle, der uns zu unseren Konzerten stets unterstützte, gab uns seine Ratschläge aus der Ferne dazu.



    Dann war es soweit, das Programm stand und wir machten uns ans Proben.
    Für dieses Jahr hatten wir weit mehr Instrumente im Repertoire. Und auch neue Mitspieler.
    Das wichtigste Instrument ist und bleibt natürlich der Dudelsack. Posaune, Horn, Double Pipe und Alphorn gesellten sich dazu und einige Percussionelemente.
    Auch der imposant aussehende Praetorius Bock, die Harfe, Flöten, Tenorflöten und das kleine Gemshorn kamen wieder zum Einsatz. Nicht zu vergessen die Gitarren und die Trompete.

    Los ging das Wochenende vor den großen Auftritten am Freitag, den 20. Dezember 2019, um 15.00 Uhr. Da haben wir erfahren, dass Friedhelm Capelle, unser Seminarleiter für dieses Wochenende, erkrankt war. Doch wir ließen uns nicht abbringen, wir wollten das Konzert weihnachtlich rocken und Friedhelm wollten wir auch zeigen, dass wir all die Dinge, welche wir in den vergangenen Seminaren bei ihm gelernt hatten, umzusetzen imstande sind.
    Der restliche Freitag und den ganzen Samstag feilten wir an unseren Stücken.
    Das Alphorn brachte die Deckenbeleuchtung zum wackeln. Die Gitarrensaiten glühten und unserem tapferen Cajonspieler brummten die Hände. In den Pausen spielte Tina ihre Harfe uns gerne mal in den Schlummermodus.



    Viel zu schnell kam dann der Sonntagmorgen. Leider fiel ein Mühlenpfeiffer krankheitsbedingt aus, und so schrumpfte unsere Gruppe auf dreizehn Mitwirkende.
    Dazu stieg das altbekannte Lampenfieber und letzte Dinge wurden noch einmal durchgeprobt.
    Im Hintergrund wuselten die fleißigen Frauen und Männer, um den Saal, die Kaffeetafel und den Glühwein herzurichten.





    Um 11.00 Uhr begann die Matineé. Nachdem das Alphorn dem Publikum das erste Lied geblasen hat, bekamen sie von Knut Kreuch ein Gedicht zur Weihnachtszeit mit auf den Weg:

    Weihnachtswelt 2019

    Weihnachtswelt, wie siehst Du aus in dieser Zeit?
    In einer Welt von Hass, Krieg und Streit.
    Wo ist die Liebe – die Freude geblieben?
    Menschen werden aus ihrer Heimat vertrieben.
    Trotzdem ein Glitzern und Flimmern an Häusern und Wänden.
    In den Städten Menschen mit bettelnden Händen.
    Die Weihnachtswelt ist unruhig geworden.
    In den Medien sieht man gewalttätige Horden.
    Es leiden Männer, Kinder und Frauen.
    Mit beleidigenden Worten wird um sich gehauen.
    Viele Menschen nur noch nach Reichtum streben,
    vergessen dabei das wichtigste im Leben.
    Zeit zu haben für sich und den Anderen,
    mal Stopp sagen und gedanklich in die Vergangenheit wandern.
    Hören auf die Stille – den Glockenklang,
    erinnern an die Lieder, die die Mutter sang.
    Zusammen reden so wie heute,
    miteinander sein – das bringt Freude,
    vergeben und Nächstenliebe zeigen,
    nicht verletzen durch lähmendes Schweigen.
    Herr, schenke uns deine Weihnachtswelt,
    erhalte uns den Frieden unterm Himmelszelt.
    Sei bei uns alle Zeit mit schützender Hand,
    führe uns in dein Wunderland.
    Denn Weihnachten mit ganz großen Gefühlen
    beginnt erst, wenn die Wechmarer Mühlenpfeiffer spielen.

    Knut Kreuch




    Unsere Stücke und Lieder ließen die Gäste mitsingen und, wie beim Schneewalzer, kräftig mitschunkeln.
    Das Halleluja von Michael brachte uns allen eine Gänsehaut ein.
    Natalie, unsere Sängerin, führte durch die Programme und rundete die Konzerte ab.
    Unser Programm hatte also sehr viel zu bieten.
    Die Schneeflöckchen haben getanzt und sind gerieselt. Wir sind durch Europa gereist. Selbst der Herr Winter, der eisige Mann, hatte seinen großen Auftritt.
    Die Wiederholung folgte dann um 14.00 Uhr. Das Publikum war begeistert und die Stimmung war ausgelassen. Der Saal war auch hier bis auf den letzten Stuhl besetzt.
    Apropos Stuhl. Jeder durfte dann wieder, angeleitet von Knut Kreuch, mit seinem Stuhl an die Kaffeetafel wechseln, wo selbstgebackener Kuchen und Kaffee auf die Gäste wartete und dem Konzert einen würdigen Schlusspunkt setzte.

    Es war ein anstrengendes, aber auch fantastisches Wochenende für uns.
    Danke an alle, die dabei geholfen haben. Und natürlich auch ein liebes Dankeschön an Eva.
    Und ich denke im Namen aller zu sprechen, dass wir uns auf das Konzert im Jahr 2020 schon heute freuen.

    Kathleen Schmidt

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